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Vortrag "Medizin der Zukunft"

Die dritte Fakultätsveranstaltung im Rahmen des 100-jährigen Jubiläums der UGB fand in der Alten Anatomie im schönen Otto-Deiters Hörsaal statt (benannt nach dem bekannten deutschen Anatomen).

Der Hörsaal füllte sich schnell, denn die Veranstaltung war ausgebucht und die Warteliste lang.

Michael Kranz, Vorstandsvorsitzender der UGB, begrüßte nach der Präsentation des UGB-Jubiläumspodcasts die Gäste und lud diejenigen, die (noch) nicht zu den UGB- Mitgliedern zählten, ein, dem Förderverein der Universität beizutreten.

Um zu verdeutlichen, wie man sich für die Studierenden und die Universität engagieren kann, stellte er den Gästen Johannes Zurnieden, Geschäftsführer von Phoenix Reisen GmbH und Deutschlandstipendienförderer der UGB, vor. Phoenix Reisen GmbH fördert mit 3.600 Euro jährlich zwei Deutschlandstipendiat_innen an der Universität Bonn.

Im anschließenden Vortrag  von Professor Dr. Nicolas Wernert ging es dann um das Thema des Abends: die Zukunft der Medizin.

Professor Wernert nahm in seinem Vortrag insbesondere die drei Säulen Forschung, Lehre und Krankenversorgung in den Blick und ging hierbei zunächst auf die Digitalisierung ein, die schon heute eine große Rolle spielt und in der Zukunft immer wichtiger wird. Bei den Studierenden geht der Trend immer mehr in Richtung E-Learning. Vorlesungen werden heute online als Webcasts besucht. Professor Wernert betonte, dass das Persönliche aber auch in Zukunft nicht zu ersetzen sei. „Echte Vorlesungen werden weiter existieren, jedoch mit E-Learning verknüpft, man spricht hier vom „Blended Learning“, so Professor Wernert.

Für Patient_innen soll die Digitalisierung, besonders durch „Big Data“, das Ende der Standard-Therapien bedeuten.

Als weiteren wichtigen Aspekt der Medizin der Zukunft sprach Professor Wernert  die Reparatur genetischer Defekte durch die Gentherapie an. Er verdeutlichte, was bereits heute möglich ist, und stellte Prognosen für die nahe Zukunft an. Auch der Zell- und Organersatz („tissue engineering“) war Thema des spannenden Vortrages. Hier sprach Professor Wernert die Möglichkeit der Züchtung menschlicher Organe in Tieren an, wobei hier besonders die Frage der Tierethik aufgeworfen wurde.

Außerdem ging Professor Wernert auch auf die Verbesserung der Technik bionischer Extremitäten ein. Bewegungen können mittlerweile durch Gedanken gesteuert werden, dazu werden Signale des Gehirns in elektrische Impulse umgewandelt. Der Computer sendet das Steuersignal an die Extremität. Eine Revolution, die Fragen aufwarf wie:  „Wird bald vielleicht sogar die Rekonstruktion von Gedanken über Messung der Gehirnaktivität möglich sein?“

Die UGB dankt Professor Wernert für den interessanten Vortrag und freut sich auf die kommende Fakultätsveranstaltung am 6. April.

Die Bilder des Abends finden Sie hier

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