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Co-Vortrag „Big Data und Industrie 4.0“

Am 16. Februar fand die zweite Veranstaltung im Rahmen des 100-jährigen Jubiläums der UGB statt: ein Co-Vortrag zum Thema Big Data und Industrie 4.0.

Rund 180 Gäste, darunter UGB-Mitglieder, Studierende, Universitätsprofessoren und Vertreter Bonner Unternehmen nahmen an dem Co-Vortrag teil und fanden sich hierzu im schönen Hörsaal I ein, der bald wieder als Theatersaal der Universität Bonn fungieren soll.

Nach der Vorschau des UGB-Jubiläumspodcasts begrüßte Dr. Jörg Haas, stellvertretender Vorsitzender der UGB und Geschäftsführer der HW Partners GmbH, die Gäste. Selbst Experte auf diesem Gebiet, gab er den Teilnehmenden eine umfassende Einführung in das Thema des Abends: die 4. Industrielle Revolution.

Die beiden Vorträge von Professor Dr. Stefan Wrobel, Leiter des Fraunhofer Instituts und Professor für Informatik, und Dr. Raimund Schmolze, Vice President bei den Telekom Innovation Laboratories, fesselten sowohl die mit dem Thema bereits vertrauten als auch diejenigen, die (zum Teil bewusst) eher weniger Kontakt mit der digitalen Welt pflegen.

Die Referenten gaben tiefe Einblicke in den Ist-Zustand von Industrie 4.0 und Big Data und auch einen Ausblick in die Entwicklungen der jungen Zukunft. Dr. Raimund Schmolze stellte in Aussicht, dass nicht nur Menschen in 10 Jahren über „virtual twins“ verfügen werden, sondern alles real Existierende in Zukunft eine digitale Kopie besäße. Eine Prognose, die für eine rege Diskussion sorgte. Was bedeutet diese Revolution für uns Menschen? Wer profitiert davon und wer soll Zugriff auf all unsere Daten bekommen können? Professor Wrobel und Dr. Schmolze erklärten, dass dieser Diskurs ganz wichtig sei und deshalb Experten aus den verschiedensten Gebieten (Ethik, Politik, Sicherheit) in diesen Prozess mit eingebunden seien.

Auf die Frage, ob der Mittelstand der Unternehmen durch Industrie 4.0 verschwinde, antwortete Dr. Jörg Haas entschieden, das Gegenteil sei der Fall. Industrie 4.0 bedeute das Goldene Zeitalter des Mittelstandes. Noch nie seien so viele Startups gegründet worden wie heute. Probleme sich durchzusetzen hätten hingegen ganz klar die großen Unternehmen, die bereits in der Vergangenheit schwere finanzielle Einbrüche verbuchen mussten (z.B. durch die Abschaffung der SMS durch Applikationen wie Whatsapp).

Beim anschließenden Empfang wurden die Gespräche bei einem Glas Wein vertieft.

Die Bilder des Abends finden Sie hier.

Die UGB freut sich bereits jetzt auf die 3. Jubiläumsveranstaltung. Am 16. März wird es in einem Vortrag von Professor Nicolas Wernert um das Thema „Medizin der Zukunft“ gehen. Auch hier spielt die digitale Revolution eine entscheidende Rolle.

 

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