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National Model United Nations Conference

National Model United Nations Conference

New York, 24.-28. März 2013

 

Wie in den vergangenen Jahren nahmen auch 2013 Studenten aus den Fachbereichen Rechtswissenschaften, Politik und Soziologie sowie Volkswirtschaftlehre an einer Simulation der Vereinten Nationen in New York, genannt National Model United Nations (NMUN), teil. Bei NMUN wird jeder teilnehmenden Universität ein Land zugeteilt, das diese Universität dann in verschiedenen Gremien der VN zu spezifischen Fragestellungen zu vertreten hat.     

In diesem Jahr hatten wir das große Glück, ein nicht nur äußerst vielschichtiges und interessantes, sondern auch in den Medien präsentes Land vertreten zu dürfen, die Islamische Republik Afghanistan. Gerade aus deutscher Perspektive ist Afghanistan im Moment von großer Bedeutung, aber unser Ziel war es, unseren vaterländisch geprägten Blick auf die internationale Politik abzulegen und ganz in die Welt afghanischer Diplomaten einzutauchen. Dazu wurden wir ein Semester lang von Karsten Jung, M.A., Dozent am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie, angeleitet und begleitet; hatten viele Termine mit Angehörigen der Bundeswehr, mit afghanischen und deutschen Diplomaten, im Auswärtigen Amt und in verschiedenen Botschaften sowie Vorbereitungssimulationen mit unseren Partner von der Universität Trier und deutschlandweit (die sogenannte GerMUN).

 

Gruppenfoto Afghanistan

 

 

Bild vor Breakfast at TiffanyIm März schließlich reisten wir mit dreizehn Teilnehmern, dem Faculty Adivsor Karsten Jung und zwei Tutoren in die Vereinigten Staaten, wo wir zunächst in Washington einen Zwischenstopp einlegten, um dort die afghanische und die deutsche Botschaft, das State Department, den Council on Foreign Relations sowie verschiedene Think Tanks (Brookings Institution, RAND Corporation) zu besuchen. Was wir dort ganz abgesehen von inhaltlichen Aspekten lernten, war, dass die Perspektiven auf ein so komplexes Land wie Afghanistan auf gravierende Weise variieren, je nachdem aus welchem Umfeld und Hintergrund der betreffende Sprecher kommt.    

Schließlich kamen wir zum Ziel unserer Reise, der Konferenz in New York, die in den Hotels Sheraton und Hilton stattfand. Zugegen waren ca. 2500 Studenten aus aller Welt, angereist um ihr Engagement für die Zukunft der internationalen Politik zu bekräftigen und vier Tage über die wichtigsten Themen zu diskutieren. Diese Debatten zu beschreiben fehlt hier der Platz, es sei jedoch gesagt, dass ein erstaunlich hohes Maß an Professionalität gewahrt wurde, die allermeisten Teilnehmer waren exzellent vorbereitet und hatten die Gebärden der Diplomatie ebenso verinnerlicht wie wir. Natürlich gab es bei dieser Konferenz, wie bei den meisten, zwischendurch organisatorische Probleme und Momente der Unzufriedenheit; aber für ein Unterfangen, das ausschließlich von Studenten organisiert und durchgeführt wird, war der größtenteils reibungslose Ablauf doch bemerkenswert.    

Der krönende Abschluss nach vier Tagen Kräfte zehrender Verhandlungen war die Abschlusszeremonie in der Generalversammlung der VN. Alle Teilnehmenden können sagen, dass sie mit Stolz von dieser Erfahrung berichten und zehren, und was vielleicht am wichtigsten ist: durch die unvoreingenommene Beschäftigung mit einem bestimmten Land lernt man wahre Offenheit und tiefes Interesse an anderen Kulturen, was sich auch auf der Konferenz zeigte: Wie ein Student der American University of Cairo mir von seinem Arabischen Frühling berichtete und somit eine völlig andere Lebensrealität eröffnete ist nur einer der Momente, die sich ins Gehirn eingeprägt haben.
Wer an internationaler Politik, an Wirtschaft, an Kulturen, an Verständigung unter Jugendlichen für eine vernünftigere Zukunft interessiert ist, sollte erwägen, an NMUN teilzunehmen. Wir danken der Universitätsgesellschaft der Universität Bonn ganz herzlich für ihre Unterstützung!

Bericht Evelyn Haefs

 

Für generelle Informationen über NMUN: www.nmun.org;

für Informationen zur Bonner Delegation: karstenjung@gmail.com;

für Informationen zur Bonner MUN (BiMUN): www.bimun.org

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