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Datum: 23.05.2017

Bericht "Transformationen? Christentum und Theologie in globaler Perspektive" Am 18. Mai fand die fünfte und bereits vorletzte Fakultätsveranstaltung im Rahmen des UGB-Jubiläums statt.

Für diese Veranstaltung hatte die UGB einen ganz besonderen Ort ausgewählt: die Schlosskirche, die sich etwas versteckt im ehemaligen kurfürstlichen Residenzschloss, dem heutigen Hauptgebäude der Universität, befindet.

In dieser wunderschönen Örtlichkeit sprachen die katholische Theologin Professorin Dr. Gisela Muschiol und der evangelische Theologe Professor Dr. Wolfram Kinzig, gemeinsam mit dem Chefkorrespondent des Kölner Stadt-Anzeigers, Joachim Frank, über: „Transformationen? Christentum und Theologie in globaler Perspektive“.

Vor dem Gespräch begrüßte Michael Kranz die rund 100 Gäste und stellte denjenigen, die die UGB noch nicht kannten, den Förderverein der Universität vor. Mit den Worten „Wenn man fördern will, braucht man Förderer“ hieß er Helmut Graf, Vorstandsmitglied des Verlags für die Deutsche Wirtschaft, willkommen, der in einem kurzen Interview über den Verlag und sein Engagement in der UGB sprach. Der Verlag wolle einerseits gesellschaftliche Verantwortung übernehmen, andererseits, so Graf,  profitiere der Verlag selbst auch von der Verbindung zur UGB. Viele seiner Mitarbeiter seien Studierende und Absolventen der Universität.

Nach dem Interview übergab Michael Kranz Joachim Frank das Wort. Nach einer kurzen Vorstellung der Referenten sprachen Gisela Muschiol, Wolfram Kinzig und Joachim Frank über die Entwicklung der Theologie an der Universität Bonn seit der Gründung der Theologischen Fakultäten im Jahr 1818, die wichtigen Umbrüche für das Christentum, wie das Zweite Vatikanische Konzil 1962, und den Einfluss der Ökumenischen Bewegung.

Auch die „Renaissance“ des Christentums und der Religion in den letzten 20 Jahren, die besonders auch durch das Reformationsjubiläum gefördert wurde, wurden in den Blick genommen. Professor Kinzig betonte jedoch, das Christentum habe sich zwar weltweit ausgebreitet, in Deutschland und Europa beobachte man jedoch eine gegenläufige Entwicklung.

Im Anschluss an das Gespräch wurden Fragen aus dem Publikum diskutiert. Darunter, ob sich die Theologie zu sehr dem Elfenbeinturm verschreibe, wie sich das Migrationschristentum in Deutschland entwickeln werde, und welche Verantwortung die Medien für den Einbezug der Theologie in den öffentlichen Diskurs tragen.

Bei der Frage, ob die Theologie an die Universität oder eine Akademie gehöre, waren sich die Referenten einig: Die Theologischen Fakultäten, die sehr differenzierte Ansätze in sich vereint  und dabei gleichzeitig von anderen Wissenschaften zehrt, gehören neben den weiteren Wissenschaften in jedem Falle an eine Universität. Eine Theologie, die in einer Akademie schmore, existiere nur zum Selbstzweck, so Professorin Muschiol.

Beim Empfang im Fritz-Café wurden die Gespräche lebhaft fortgeführt und vertieft.

Die Bilder des Abends finden Sie hier

 

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